Wie ein Bleichgesicht zum Möbel-Häuptling wurde

Schurkenjagd im Sauerland. Old Shatterhand und Winnetou sind die Helden der alljährlichen Karl-May-Festspiele in Elspe. In unmittelbarer Nachbarschaft hat ein anderer Häuptling seine Zelte aufgeschlagen, der nicht der Fantasie Karl Mays entspringt. Das „Bleichgesicht“ Erich Knappstein hatte von seinen Schulfreunden den Spitznamen „Möbel-Häuptling“ bei der Eröffnung des Möbelhauses in Elspe erhalten. Dass sie damit den Möbel-Häuptling zur Marke machen würden, konnten sie damals nur ahnen.

Aber der Reihe nach. 1946 gründen die Brüder Edmund und Erich Knappstein ein Kleingewerbe. Sie handeln mit Möbeln und mieten einen Raum an, um Musterstücke zu lagern. Mit der Währungsreform im Sommer 1948 beginnt der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands und das Unternehmen wird ins Handelsregister eintragen. Man beschäftigt fünf Mitarbeiter und besitzt einen LKW.

Erich und Edmund teilen 1949 das Geschäft auf und Erich Knappstein zieht mit Ehefrau Agnes nach Schmallenberg und eröffnet hier ein 50 Quadratmeter großes Möbelgeschäft. Fast 10 Jahre später wird 1959 in Meschede die erste Filiale und weitere sieben Jahre später der erste Neubau in Schmallenberg feierlich eröffnet.

Damit waren die Weichen für ein regional orientiertes Filialunternehmen gestellt, das innerhalb der nächsten fünf Jahrzehnte die gesamte Verkaufsfläche auf über 70.000 Quadratmeter mit Niederlassungen in Schmallenberg, Meschede, Elspe, Grevenbrück (Sauerland), Bad Langensalza (Thüringen) und Remscheid erweitert hat. Remscheid ist mit 27.000 Quadratmetern das bisher größte Möbelhaus mit 18 Fachabteilungen und Mitnahme-Lager auf fünf Etagen.

Heute wird das Unternehmen von den vier Geschwistern Annegret Schulte, Herbert, Michael und Andreas Knappstein gesteuert. Auch die dritte Generation ist bereits in unterschiedlichsten Bereichen des Familienunternehmens tätig. An allen Standorten sind Familienmitglieder fester Bestandteil einer regional orientierten Vertriebs- und Unternehmensstrategie. Vielleicht ist das die Erklärung, warum man sich so deutlich mit dem Namen „Möbel-Häuptling“ identifiziert.

Und die 65 Jahre währende Stammesgeschichte des Möbel-Häuptlings ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Getreu dem unternehmenseigenen Claim „Knappstein – der Möbel-Häuptling, Nähe ist seine Stärke“ setzt man in der Geschäftsleitung vor allem auf den Erfolgsfaktor Mensch: Dass die eigene Belegschaft ein Abbild der Kundschaft bildet, ist für das Management genauso selbstverständlich, wie die Investition in die Kompetenz der Mitarbeiter. Jährlich werden über 20 Jugendliche in sieben Berufsbildern ausgebildet. Der „Möbel-Häuptling“ steht für ein gelebtes Miteinander im Verfolgen gemeinsamer Ziele. Man hat sich eben nicht nur beim Namen an „Winnetou“ orientiert.


Über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen in der Unternehmensgruppe für fachgerechte und freundliche Betreuung der Kunden. Als modernes Möbelhandelsunternehmen mit insgesamt sechs Wohnkaufhäusern muss man sich heute noch stärker als bisher als die Adresse positionieren, die für alle Einrichtungsprobleme ihrer Kunden Lösungen findet. Dabei ist es Knappstein wichtig, den Besuch im Möbelhaus zum visuellen Erlebnis zu machen.

Abgerundet wird das Möbel- und Küchensortiment durch Fachsortimente wie Heimtextilien, Glas & Porzellan, Haushaltswaren, Bilder & Rahmen, Dekoration, Leuchten und Teppiche – das gewährleistet Atmosphäre zum Wohlfühlen und ermöglicht eine gemütliche, stilvoll abgestimmte und in-dividuelle Wohneinrichtung in den eigenen vier Wänden. Die höchste Priorität bei Möbel Knappstein liegt auf der intensiven, kompetenten und persönlichen Kundenberatung und –betreuung: vom Verkauf über Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zur Lieferung mit Montage.

Übrigens: Herzlich lädt der Möbel-Häuptling seine Kunden zum Essen oder auf eine Tasse Kaffee in die Brasserie 71 in Remscheid oder in die Bistros in den übrigen Möbelhäusern ein. Wohlfühlen von Anfang an. Herzlich Willkommen!